FIBU elektronische Rechnungen - Arbeit mit elektronischen Adressen
Für den Versand von Rechnungen über das Peppol-Netzwerk ist es erforderlich, sogenannte Endpoint IDs zu hinterlegen – sowohl für den Rechnungsempfänger (Debitor) als auch für den eigenen Betrieb (Firmendaten). Dieser Artikel beschreibt, wie elektronische Adressen in Nevaris Finance korrekt eingerichtet und zugewiesen werden.
Zuletzt aktualisiert Vor 19 Tagen
Voraussetzungen
Bevor Sie elektronische Adressen einrichten, müssen folgende Schritte abgeschlossen sein:
Das Belegsendeprofil ist auf den Versandweg Datenaustauschdienst eingestellt, sofern der Versand über das Peppol-Netzwerk erfolgen soll.
Funktionsweise der elektronischen Adresse
Die elektronische Adresse steuert, welcher Wert als Endpoint ID in die erzeugte XML-Rechnung übernommen wird. Welche Adresse verwendet wird, hängt davon ab, welches Belegsendeprofil beim Debitor aktiv ist und ob der Versand über einen Datenaustauschdienst oder per E-Mail erfolgt.
Zur Endpoint ID gehört immer auch eine Scheme ID, die angibt, um welche Art von Nummer es sich handelt (z. B. Umsatzsteuer-ID, Leitweg-ID). Die Scheme ID wird entweder automatisch aus dem Land des Debitors gezogen (EAS-Code) oder manuell in der elektronischen Adresse hinterlegt.
Elektronische Adresse beim Debitor hinterlegen
Variante 1: Umsatzsteuer-ID als Endpoint ID (automatisch)
Wenn beim Debitor keine elektronische Adresse manuell hinterlegt ist und das Belegsendeprofil auf Versand über einen Datenaustauschdienst eingestellt ist, verwendet Nevaris Finance automatisch die Umsatzsteuer-ID des Debitors als Endpoint ID.
Die zugehörige Scheme ID (EAS-Code) wird dabei aus dem Feld Mehrwertsteuerschema in den Länder-Einstellungen gezogen. Dieser Code muss im entsprechenden Länderdatensatz hinterlegt sein.
EAS-Code für Deutschland: 9930
Variante 2: Leitweg-ID oder andere Kennung manuell hinterlegen
Soll eine abweichende Kennung verwendet werden – z. B. eine Leitweg-ID für öffentliche Auftraggeber in Deutschland – legen Sie diese manuell als elektronische Adresse beim Debitor an.
Öffnen Sie die Debitoren-Karte des gewünschten Kunden.
Navigieren Sie zum Bereich Elektronische Adressen.
Legen Sie einen neuen Eintrag an und füllen Sie folgende Felder:
Setzen Sie den Eintrag auf Standard, damit dieser Wert als Endpoint ID in die XML-Rechnung übernommen wird.
Hinweis: Sobald ein Eintrag als Standard markiert ist, überschreibt dieser die automatische Verwendung der Umsatzsteuer-ID – unabhängig vom gewählten Versandweg.
Elektronische Adresse in den Firmendaten hinterlegen
Nicht nur der Rechnungsempfänger, sondern auch der Rechnungssteller (also Ihr eigenes Unternehmen) muss in der XML-Rechnung mit einer Endpoint ID ausgewiesen werden. Das Prinzip ist identisch mit der Einrichtung beim Debitor.
Öffnen Sie die Firmendaten (Einrichtung → Firmendaten).
Navigieren Sie zum Bereich Elektronische Adressen.
Hinterlegen Sie die gewünschte Kennung (z. B. Umsatzsteuer-ID, Unternehmensnummer o. ä.) mit der passenden Scheme ID.
Markieren Sie den Eintrag als Standard.
Hinweis: Ist kein Eintrag vorhanden, verwendet Nevaris Finance automatisch die Umsatzsteuer-ID Ihres Unternehmens zusammen mit dem EAS-Code aus dem Feld
Mehrwertsteuerschemades eigenen Länderdatensatzes.
Hinweis: Das Belegsendeprofil des Debitors steuert, welche Endpoint IDs – sowohl für den Empfänger als auch für den Absender – in die Rechnung eingetragen werden. Ein Wechsel des Belegsendeprofils auf „E-Mail" setzt das Verhalten wieder auf die E-Mail-Adresse zurück.
Ergebnis in der XML-Rechnung
Eine korrekt eingerichtete Peppol-Rechnung enthält die Endpoint IDs von Rechnungssteller und Rechnungsempfänger jeweils mit der passenden Scheme ID. Ein typisches Beispiel:
Rechnungssteller: Umsatzsteuer-ID + Scheme ID
9930(aus Länder-Einstellungen)Rechnungsempfänger: Leitweg-ID + Scheme ID
0204(manuell hinterlegt)