GER Gerätepreise pro Std. km Tag
Zuletzt aktualisiert Vor etwa 1 Monat
Allgemein
Beim Gerät können die geplante Auslastung sowie weitere Vorgaben für Abschreibung, Verzinsung, Reparaturkosten, Lohnkosten, Treibstoff- und Schmiermittelverbrauch, Versicherung und Steuern vorgegeben werden. Aufgrund dieser Soll-Werte wird der Gerätepreis pro Stunde, Tag oder km ermittelt.
Jede Gerätepreiszeile wird mit einem 'Ab Monat' erfasst, so können unterschiedliche Kriterien für Zeiträume hinterlegt werden.
Übersicht
Vorgaben für die Preisermittlung, Mietwert und Auslastung
Neuwert ermitteln aus
Für den Neuwert kann bestimmt werden, wie er ermittelt wird:
- Gerät: es wird der Mittlere Neuwert laut Gerätekarte herangezogen
- Anlagegut: der Anschaffungspreis laut Anlage-Gerätezuordnung wird genutzt
- Preiskatalog: der Mittlere Neuwert laut Preiskatalog der aktuellen Gerätepreisgruppe soll gelten.
Nutzungsdauer ermitteln aus
Für die Nutzungsdauer in Jahren kann bestimmt werden, ob die Nutzungsdauer laut Gerätekarte oder laut Anlage-Gerätezuordnung oder laut Preiskatalog der aktuellen Gerätepreisgruppe gelten soll.
Auslastung Std. pro Jahr, Auslastung Tage pro Jahr, Auslastung km pro Jahr
Die Auslastung wird in Stunden pro Jahr und in Tagen pro Jahr vorgegeben. Bei Fahrzeugen kann die Angabe auch in km pro Jahr erfolgen.
Vorgaben, Treibstoff, Schmiermittel
Treibstoffverbrauch in L pro
Der Treibstoffverbrauch wird in Litern eingegeben, 'pro' steht für pro Stunde oder pro km oder pro Kilowatt, für die "Leistung kW" laut Geräte-Karte, Bereich Inventar.
Artikel für Treibstoffpreis
Für die Ermittlung des Treibstoffpreises pro Liter wird eine Artikelnummer eingetragen. Beim Artikel zählt der interne Verrechnungspreis (Stammdaten, Artikel, Artikel, Register Verrechnung). Wenn der Preis datumsabhängig benötigt wird, dann über den Artikel-Button in der Artikel-Karte "Verrechnungspreise pro KSt" aufrufen. Dort aber die Kostenstelle leerlassen und Verrechnungspreise, gültig ab Datum, eintragen. Siehe auch MAWI Artikel.
Schmiermittel % vom Treibstoff
Für den Schmiermittelverbrauch wird ein Prozentsatz zu den Treibstoffkosten eingegeben, zu dem Schmiermittelkosten zusätzlich gerechnet werden sollen.
Zins, Versicherung, Reparatur, Lohn
Kalkulatorischer Zins % vom Neuwert
Der kalkulatorische Zinssatz wird als Prozentsatz vom Neuwert eingegeben.
Versicherungen, Steuern ermitteln aus
Für die Versicherungen wird bestimmt, ob von der Summe der Versicherungsbeträge pro Jahr laut Gerätekarte ausgegangen werden soll oder ob hier ein Promillesatz zum Neuwert eingetragen wird. Ebenso für Steuern.
Reparatur in % vom Neuwert
Der Reparatursatz wird als Prozentsatz vom Neuwert eingegeben.
Lohnkosten Betrag
Für Lohnkosten einschl. Lohnnebenkosten wird ein Betrag pro Jahr eingegeben.
Gerätepreis pro Std. km Tag Karte
Über Bearbeiten kann aus der Übersicht die Karte aufgerufen werden.
Aus dieser Karte zu den Gerätepreisen können die Preise gerechnet werden, so dass eine bessere Kontrolle der Eingabe möglich ist. Nach Drücken des "Rechnen"-Buttons wird ausgewählt, ob für 1 Stunde, 1 Tag, 1 Monat oder 100 km gerechnet werden soll. Danach werden die Preise im Register "Preise" angezeigt. Folgende Werte werden angezeigt:
- Neuwert
- Nutzungsdauer
- Auslastung und Einheit,
- Fixe Kosten: Abschreibung, Zins, Versicherung, Steuer,
- Variable Kosten: Reparatur, Treibstoff, Schmiermittel, Lohn.
- die Summen, die in der Geräteabrechnung zusammengezogen werden: AuV, Reparatur, Sonstiges, Betriebsstoff.
Preisermittlung
Folgende Rechenregeln gelten für die Ermittlung der Stundensätze:
- Kalkulatorische Abschreibung: (Neuwert / Nutzungsdauer) / Auslastung.
- Kalkulatorische Zinsen: ((Neuwert * Kalkulatorischer Zinssatz / 100) / 2) / Auslastung.
- Versicherungen, Steuern: Betrag / Auslastung.
- Treibstoff: Liter * Treibstoffpreis * Leistung kW.
- Schmiermittel: (Liter * Treibstoffpreis * Leistung kW) * Schmiermittel-Prozentsatz / 100.
- Reparatur: (Neuwert * Reparatur-Prozentsatz / 100) / Auslastung.
- Lohnkosten: Betrag / Auslastung.
Während der Preisermittlung werden die einzelnen ermittelten Preise entsprechend Finanzbuchhaltung, Stammdaten, Einrichtung, Register Allgemein, "Rechnungsrundungspräz. (MW)" der Rundungswert gerundet. Erst danach werden die Summen der Kosten gebildet. Die einzeln gerundeten Preise sind:
- Abschreibung
- Zins
- Versicherung
- Steuern
- Treibstoff
- Schmiermittel
- Reparatur
- Lohn.
Es werden folgende Preisbestandteile ermittelt: AuV, Reparatur, Sonstiges, Betriebsstoffe. Diese ergeben sich in diesem Zusammenhang wie folgt:
- AuV Betrag: Summe von Abschreibung, kalkulatorischem Zins.
- Versicherungsbetrag: Versicherungen.
- Steuernbetrag: Steuern.
- Reparatur Betrag: Reparatur.
- Sonstiger Betrag: Summe von Lohnkosten, Schmiermittel.
- Betriebsstoff: Treibstoff (im folgenden "Betriebsstoff" genannt).
Gerätepreise nach km
Bei der Ermittlung von km-Preisen wird der Preis pro km indirekt und ungerundet anhand des hochgerechneten und gerundeten Preises für 100 km ermittelt; die weitere Basis der Berechnung ist dann dieser 1 km-Preis.
Die Berechnung ist wie folgt:
Aufgrund der Eingaben zu den Gerätepreisen ergibt sich der Preis für 1 km. Dieser wird jedoch nicht gerundet, sondern auf 100 km hochgerechnet. Der 100 km-Preis wird gerundet, also auf 5 Hundertstel. Ausgehend vom gerundeten 100 km-Preis wird ein Einzelpreis pro km ermittelt. Dieser wird intern zu Berechnungszwecken mit 4 Nachkommastellen geführt. Die Anzahl km mal ungerundetem km-Preis ergibt dann den Preis für die km-Leistung. Dieser Preis wird gerundet, also auf 5 Hundertstel.
Die dazugehörigen Anzeige ist wie folgt:
In der Preisanzeige bei der Erfassung der Gerätepreisen ist die Auswahl beim Rechnen der Gerätepreise "100 km".
Bei der Preisliste, die aus der allgemeinen Preisauskunft im Gerät aufgerufen werden kann, ist als zusätzliche "Preisoption Fahrzeug" (Aufruf über Besondere Optionen) die Auswahl 100km möglich.
Bei Anzeigen und Druckausgaben zur Geräteabrechnung, bei denen der Einzelpreis ausgewiesen wird, auch "100% Preis" genannt, ist dies der Preis pro 1 km. Dieser Preis wird hier auf 2 Nachkommastellen gerundet ausgewiesen. Dies betrifft z.B. den Druck der Geräteabrechnung und den Druck von Aufträgen mit Fahrzeugpositionen.
Bei der Gerätepreis-Ermittlung werden die Kosten für Lohn und Schmiermittel als "Sonstiger Betrag" zusammengerechnet. Hierfür ist es erforderlich, daß sowohl für das Gerät als auch für die KSt jeweils ein Prozentsatz, z.B. 100, gilt. Um dieses zu vereinfachen: Beim Einfügen neuer Sätze bei den Gerätepreisen (Geräte-Karte, unterer Teil) und bei den Einsatzarten-Konditionen (Preisdefinitionen, Gerätekondition) werden alle Prozentsätze für Sonstiges mit 100 vorgeschlagen. Wenn keine Gerätepreisgruppe beim Gerät eingetragen wird, dann wird 100% angenommen. Ebenso muß bei der Gerätekondition keine zusätzliche Eingabe zu den Betriebsstoffen erfolgen, um den Treibstoffanteil zu berechnen.
Geräteabrechnung
Vorhaltegeräte
Vorhaltegeräte werden anhand eines Monatspreises abgerechnet. Der Monatspreis wird aus dem Tagespreis errechnet, indem fest mit 30 Tagen multipliziert wird. Die Abrechnung der Tage erfolgt dann über die definierten Berechnungstage im Gerätekalender, der für die Kostenstelle gilt.
Druck der Geräteabrechnung
Beim Druck der Geräteabrechnung werden die Preisbestandteile gedruckt: AuV, Reparatur, Sonstiges, Versicherung, Steuern, Betriebsstoffe. Die Druckausgabe der Geräteabrechnung trennt die Preisbestandteile nicht in fix und variabel.
Kontierung
Die unterschiedlichen Preisbestandteile werden unterschiedlich mit Kostenarten kontiert. Es können aber auch die gleichen Kostenarten für mehrere Preisbestandteile verwendet werden. Die Kontierungen in der Kontierungshilfe Gerät sind für: AuV, Reparatur, Sonstiges, Versicherungen, Steuern. Für die Betriebsstoffe kann bei der Kontierungshilfe ebenfalls eine Belastungs- und Entlastungs-Kostenart eingetragen werden.
Funktionsleiste
Soll-Daten als Planwerte
Auswertungen zur Geräte-Stammkostenstelle werden in der Baubetriebsabrechnung ausgeführt. Dort können BBA Berichte mit den nötigen Zeilen und Spalten definiert werden. Die Istwerte für solche BBA Berichte stehen ohnehin zur Verfügung, wie in der Baubetriebsabrechnung gebucht. Um in diesen Auswertungen die Soll-Daten, also die Basis der Gerätepreis-Ermittlung, zur Verfügung zu haben, gibt es folgendes Hilfsmittel:
Die Soll-Daten, wie bei den Geräten erfasst, werden zum Zweck der Soll-Ist-Auswertung in die Planwerte der Baubetriebsabrechnung übertragen. Planwerte können mit einer "Planversion" gekennzeichnet und so voneinander unterschieden werden. In diesem Fall erhalten die Soll-Daten eine besondere Planversion. Der Übertrag der Soll-Daten in Planwerte dient also dazu, diese Daten beliebig in BBA Berichten auswerten zu können.
Die Werte, die für die spätere Auswertung in die Planwerte übertragen werden, sind: Auslastung pro Std oder km. Abschreibung, Verzinsung, Versicherungen, Verkehrssteuern, Treibstoffkosten, Schmiermittelkosten, Reparaturkosten, Lohnkosten.
Um die spätere Verarbeitung zu erleichtern, kann auch die effektive Auslastung in Stunden oder km oder Tagen, wie laut Geräteabrechnung angefallen, monatsweise in die "Planwerte" geschrieben werden. Beim Ausführen kann ausgewählt werden, ob diese Ist-Daten übertragen werden sollen. Dieses erleichtert den Zugriff auf diese Menge beim Definieren des BBA Berichts. Ferner wird auch der die effektive Leistung in Prozent der Soll-Auslastung hilfsweise in die "Planwerte" übertragen. Der Prozentsatz wird umgerechnet in einen Dezimalwert. Diese Werte werden pro Monat und auf den Monat gerechnet ausgegeben.
Die Soll-Daten werden mit je einem Wert pro Monat ermittelt und so in die Plankosten geschrieben. Die Ermittlung pro Monat bedeutet also, dass die Kosten für die auf den Monat gerechnete Soll-Auslastung ermittelt werden.
Um die Planwerte auswerten zu können, müssen sie die gleiche Kostenart haben wie die tatsächlich für die Geräte-Stammkostenstelle angefallenen Kosten, die aus den einzelnen Buchhaltungen in die Baubetriebsabrechnung gelangt sind. Deshalb müssen die entsprechenden Kostenarten vorgegeben werden, also die Kostenarten für Abschreibung, Verzinsung etc.
Beim Aufruf des Übertragens der Soll-Daten in Planwerte kann eine Funktion ausgeführt werden, die automatisch ein BAB-Zeilenschema erstellt. Dieses enthält dann die Zeilen: Abschreibung, Verzinsung, Versicherung etc. In dieses Schema müssen dann noch die entsprechenden Kostenarten eingetragen werden. Danach wird das Erstellen der jeweiligen Planwerte mit diesen Kostenarten ausgeführt.
Wenn das Übertragen der Soll-Daten in Planwerte für ein Jahr erneut ausgeführt wird, dann werden die bisherigen Planwerte des Jahres für die Geräte ersetzt, so dass die Werte nicht mehrfach erscheinen. Die Verarbeitung kann also zu jeder Zeit ausgeführt werden.
Abschreibung nach Leistung
Für Geräte werden Abschreibungen in der Anlagenbuchhaltung ANBU Anlage ausgeführt. Diese Abschreibungen können anhand der effektiven Leistung laut der Geräteabrechnung korrigiert werden.
Der Aufruf der Abschreibungs-Korrektur ist bei der Erfassung der Geräte-Stundenpreise.
Die Geräte, für die eine Korrektur der Abschreibung ausgeführt werden soll, können gefiltert werden. Im Optionen-Register wird ferner eingegeben:
- Das AfA-Buch. Vorgeschlagen wird das AfA-Buch mit der Kennung "Übergabe an BBA".
- AfA bis Datum als Stichtag, bis zu dem verarbeitet wird, sowie:
- Buchungsdatum, Belegdatum, Belegnummer, Buchungstext und
- ein Name für das Anlagen-Buchungsblatt.
Effektive Leistung als Prozentsatz: Der Prozentsatz, der sich ergibt, wenn die seit Anschaffung kumulierte Leistung des Geräts laut Geräteabrechnung mit der Soll-Auslastung über die Nutzungsdauer laut Geräte-Stammdaten verglichen wird.
Abschreibung als Prozentsatz: Der Prozentsatz, der sich ergibt, wenn die seit Anschaffung kumulierte Abschreibung für ein AfA-Buch, einschließlich der Korrekturen, mit den gebuchten Anschaffungskosten verglichen wird.
Es wird zunächst der Buchwert laut AfA-Buch für das Anlagegut ermittelt, der sich durch die Anschaffung und sämtliche Abschreibungen, inklusive Korrekturen, bis zum Stichtag einschließlich ergibt. Dieser Buchwert ist beim Anlagegut auch beim AfA-Buch-Eintrag zu sehen, wenn die Spalte "Buchwert" eingeblendet wird. Anhand des Buchwerts wird die erfolgte Abschreibung in Prozent von den Anschaffungskosten ermittelt. Ein Buchwert von 80% der Anschaffungskosten bedeutet z.B., dass 20% des Werts abgeschrieben sind.
Die Leistung wird anhand der Geräteabrechnung ermittelt. Es werden alle Abrechnungen herangezogen, die vorliegen, bis einschließlich zur Buchungsperiode laut vorgegebenem Stichtag. Die Soll-Auslastung ergibt sich aus den Stammdaten bei "Gerätepreis pro Std. km Tag". Die Leistung eines Geräts in Prozent der Soll-Auslastung ist: 100 minus ((((Nutzungsdauer mal Soll-Auslastung) minus Ist-Leistung) geteilt durch (Nutzungsdauer mal Soll-Auslastung)) mal 100), also Soll-Auslastung über die Nutzungsdauer als 100% gesetzt minus die Rest-Leistung als Prozentsatz dieser Soll-Auslastung ergibt die Leistung als Prozentsatz.
Zur Ermittlung der Leistung werden folgende Buchungen der Geräteabrechnungen herangezogen: Abrechnungen in Stunden, Tagen, km oder als Vorhaltegerät, sofern bei ihnen eine Einsatzart vermerkt ist, deren Bedeutung "Einsatz" ist und sofern der Abschreibungs-Preisbestandteil mit einem Betrag abgerechnet wurde. Es wird die interne Abrechnung herangezogen, die Stunden, Tage oder km.
Die Auswahl der Buchungen der Geräteabrechnungen ermöglicht folgende unterschiedliche Vorgehensweisen:
- Geräte werden nur mit Leistungs- oder nur mit Vorhaltebuchungen abgerechnet oder
- Geräte werden im gleichen Zeitraum für die gleiche Kostenstelle einmal als Leistung und einmal als Vorhaltung abgerechnet, und zwar einmal mit und einmal ohne Preis oder
- Geräte werden für unterschiedliche Zeiträume und Kostenstellen mal als Vorhaltung, mal als Leistung abgerechnet.
Beispiel effektive Leistung
30 Tage gebucht, ergibt bei 75 Solltagen und z.B. 5 Nutzungsjahren: 100 - ((((75 * 5) - 30) / (75 * 5)) * 100) = 8% effektive Leistung. Sofern das Gerät außerdem noch nach Stunden abgerechnet wurde, ergäbe sich z.B.: 450 Stunden gebucht, ergibt bei 600 Sollstunden und 5 Nutzungsjahren: 100 - ((((600 * 5) - 450) / (600 * 5)) * 100) = 15% effektive Leistung. Da Vorhaltung und auch Stunden abgerechnet wurden, ergibt sich zusammengerechnet eine effektive Leistung von 23%.Korrektur der Abschreibung
Aus der Ermittlung des Buchwerts ergibt sich der Prozentsatz der Abschreibungen. Aus der Ermittlung der Leistung ergibt sich der Prozentsatz der effektiven Leistung. Wenn der Prozentsatz der effektiven Leistung höher als der Prozentsatz der Abschreibungen ist, dann wird eine zusätzliche Abschreibung gebucht. Eine effektive Leistung von mehr als 100% führt zu einer Abschreibung auf 0. Im Beispiel sind die Abschreibungen 20%, die Leistung ist 23%, also können 3% von den Anschaffungskosten als zusätzliche Abschreibung gebucht werden.
Wenn der Prozentsatz der effektiven Leistung niedriger ist als der Prozentsatz der Abschreibungen, dann wird neu gerechnet, wenn folgende Bedingungen vorliegen:
- Wenn in den Vorjahren zum Abrechnungsjahr bereits eine Korrektur der Abschreibungen durch die Leistung erfolgte,
- wenn im laufenden Jahr die Normal-AfA bereits gerechnet wurde,
- wenn es sich bei der Normal-AfA um lineare Abschreibung handelt,
- wenn die effektive Leistung, dieses Mal aufs Jahr gegen die Soll-Auslastung eines Nutzungsjahrs gerechnet, geringer war als die Soll-Auslastung des Jahres.
In diesen Fällen wird eine negative Abschreibung gebucht. Jedoch wird der Restwert, der sich durch die lineare Abschreibung von den Anschaffungskosten ergeben hätte, nicht unterschritten. Höchstens wird also die bisherige Korrektur zurückgenommen.
Die Abschreibungs-Korrekturen werden, wie bei der AfA-Berechnung, in ein Anlagen-Buchungsblatt ANBU Anlagen Buch.-Blattgestellt. Sie werden mit der Buchungsart "Sonder-AfA" erstellt und können im Buchungsblatt geprüft und gebucht werden. Ins Buchungsblatt kann man auch, zur Vereinfachung, beim Aufruf der Verarbeitung durch Anklicken eines Icons gelangen.
Voraussetzungen für die Verarbeitung:
- Es werden nur Geräte verarbeitet, die einem Anlagegut zugeordnet sind (Geräte-Karte, Button Gerät, Anlage-Gerätezuordnungen).
- Es werden nur gültige Geräte verarbeitet (Register Gültigkeit).
- Es werden nur nicht-verkaufte Anlagegüter verarbeitet (Anlage, Register Allgemein).
- Es werden nur Anlagegüter verarbeitet, für die mit dem AfA-Buch bereits Anschaffungskosten sowie Abschreibungen im Jahr des Stichdatums gebucht sind.
Die Berechnung der Normal-AfA muss vor der Berechnung der Abschreibung nach effektiver Leistung ausgeführt werden.
Bei der Anlagenbuchungsgruppe ANBU Anlagenbuchungsgruppen kann eine besondere Kontierungshilfe für die Buchung der Abschreibungs-Korrekturen durch die Berechnung der effektiven Leistung eingetragen werden. Diese Kontierungshilfe muss vor dem Buchen eingetragen werden.
Die Kostenstelle des Anlageguts soll wie bisher in Zuordnung der Anlage zum AfA-Buch eintragen werden.