FIBU Elektronisch unterstützte Betriebsprüfung (euBP) in der Finanzbuchhaltung

Zuletzt aktualisiert Vor etwa 1 Monat

Die elektronisch unterstützte Betriebsprüfung (euBP) ist ein Verfahren, bei dem prüfrelevante Daten aus der Entgeltabrechnung und der Finanzbuchhaltung von Unternehmen für Betriebsprüfungen der Rentenversicherungsträger elektronisch übermittelt werden. Genauere Informationen zu den Grundlagen stehen unter https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/Arbeitgeber-und-Steuerberater/elektronisch-unterstuetzte-Betriebspruefung-euBP/euBP.html zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur euBP der Entgeltabrechnung in NEVARIS Finance finden sich unter BLO SV-Meldungen Betriebsprüfung (euBP).

Wenn die Entgeltabrechnung nicht durch den NEVARIS Finance Baulohn erfolgt, sondern die Daten aus einem Drittsystem bereitgestellt werden, können die Daten der Finanzbuchhaltung auch ohne einen Baulohn-Mandanten zusammengestellt werden.

Um die Zusammenstellung der Daten zu ermöglichen, kann die Page 5003858 Fibu Betriebsmeldedaten in die Toolbar eingefügt und von dort ausgeführt werden.

Ausführung

Um die Daten der Finanzbuchhaltung für die Betriebsprüfung zu ermitteln, in der Übersicht der Betriebsmeldedaten zunächst die Daten zusammenstellen lassen über "Ausführen". Diese Übersicht ist nur zeitweilig. Es werden keine Daten gespeichert.

Für die Zusammenstellung muss die Betriebsnummer vorgegeben werden.

Zeitraum

Einzugeben ist der gesamten Zeitraum laut Kalender, bei abweichendem Wirtschaftsjahr zum Beispiel 01.07.2011 bis 30.06.2016. "Ausführen" erstellt daraus Daten für fünf Jahre.

Auswahl der Konten

Wir empfehlen die Sachkonten zu filtern, da ansonsten die Datenmengen und die Verarbeitungszeit nicht unerheblich sein können. 

Insbesondere die Verbindlichkeitskonten ohne Bezug zur Gehaltsabrechnung dürften eine große Menge an Belegen haben; ohne diese Konten ist die Verarbeitung weniger umfangreich und schneller.

Als “Mindestumfang zu liefernder Buchungen” werden Konten des Kontenrahmens SKR04 genannt:

Klasse 2 nur Privatentnahmen;

Klasse 3 von Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern bis zu anderen Verbindlichkeiten mit Bezug zur Gehaltsabrechnung;

Klasse 5 Leistungen;

Klasse 6 von Löhnen und Gehältern bis zu sonstigen Aufwänden mit Bezug zur Gehaltsabrechnung.

Folgende Auswahlen können bei der Zusammenstellung getroffen werden:

MwSt-Konten: Nein Alle Sachkonten der MWSt Buchungsmatrix werden außen vor gelassen.

"Nur Konten in Bilanz-Version" oder "Nur Konten in GuV-Version" prüft, ob ein Sachkonto einer Stufe dieser Version zugeordnet ist.Wenn beide vorgegeben werden, dann reicht es, wenn das Sachkonto in einer dieser Versionen enthalten ist.

Wir empfehlen, extra für diesen Zweck Versionen zur Bilanz oder zur GuV anzulegen.

Filtern: Vor dem Ausführen können Sachkonten gefiltert werden. (Aktion Auswählen: Filter. Hier können Zielmandant und Sachkonto gefiltert werden).

Weitere Eingaben

"Bilanz nach: Steuerrecht oder Handelsrecht" wird als Kennzeichen in die Meldedatei übernommen.

Die Dateien, es ist eine Datei pro Jahr, werden erstellt über: "Datenträger erstellen".

ZU BEACHTEN: Wenn mit dem XISI Meldecenter gearbeitet wird (also der Transfer Connector aktiviert ist), wird die Datei direkt an Meldecenter senden in NEVARIS Finance übertragen und kann von dort versendet werden.

Anzeige

Angezeigt werden nach der Ausführung die Sachkonten, ihre Bezeichnung, die Betriebsnummer und die Beträge. Eröffnung Soll und Eröffnung Haben: der Saldo von Beginn bis zum Vortag des Jahres. Soll und Haben: die Summe im Jahr. "Saldo" zeigt zur Information die Summe des Eröffnungswerts und des Wertes im Jahr. Die Übersicht auf "Anzahl Belege" (Klick auf die Zahl oder Leertaste) zeigt die einzelnen Belege, die in Soll und Haben eingeflossen sind.

Notwendige Berechtigungen

Die Verarbeitung zur Meldedatei der Finanzbuchhaltung darf nur ausgeführt werden, wenn Berechtigungen vorliegen, Bilanz-Versionen zu erfassen.

Aufbau der Karte Fibu Betriebsmeldedaten

Aktionen

Auswählen

Filter

Hier können der Zielmandant und ein Sachkontenfilter hinterlegt werden.

Vorbereiten

Info

Betriebsmeldedaten werden zunächst in der Lohn- und Gehaltsabrechnung zusammengestellt. Dazu kommen Daten der Finanzbuchhaltung. Das sind die Salden der Sachkonten von 5 Wirtschaftsjahren. Die übrigen Daten, etwa die laufende Nummer der Datei, die für die Ausgabe nötig sind, werden aus den Einrichtungen des Baulohns geholt. Wenn zuerst geprüft werden soll, können zuvor auch die Sachkonten gefiltert werden. Zuerst Ausführen, danach den Datenträger erstellen.

Ausführen

Ausführen

Öffnet die Page Eingabe Betriebsnummer für die Zusammenstellung der notwendigen Daten. Diese Übersicht ist nur zeitweilig. Es werden keine Daten gespeichert.

Eingabe Betriebsnummer

Register Allgemein

Betriebsnummer

Eingabe Betriebsnummer des Arbeitgebers.

Erster Monat des Geschäftsjahres / Letzter Monat des Geschäftsjahres

Hier können Start- und Endedatum des gewünschten (im Prüfbescheid angeforderten) Zeitraums angegeben werden. Zeitraum für die Ermittlung.

Nur für Niederlassung

Hier kann eine Niederlassung des Mandanten gewählt werden. Diese Auswahl ist zu treffen, wenn Baulohn und Finanzbuchhaltung in einem Mandanten geführt werden, d.h. für euBP ohne Lohnmandant nicht relevant.

Oder für die ganze Firma

Diese Auswahl ist zu treffen, wenn die Finanzbuchhaltung in einem eigenen Mandanten unabhängig vom Baulohn-Mandanten geführt wird.

MwSt-Konten

Die Auswahl ‘Nein’ bedeutet, alle Sachkonten der MwSt Buchungsmatrix werden außen vor gelassen. Dies dient der Reduktion des Datenumfangs.

Nur Konten in Bilanz-Version / Nur Konten in GuV-Version

Es wird geprüft, ob ein Sachkonto einer Stufe der gewählten Version zugeordnet ist.Wenn Bilanz- und GuV-Version vorgegeben werden, dann reicht es, wenn das Sachkonto in einer dieser Versionen enthalten ist.Es können also extra für diesen Zweck Versionen zur Bilanz oder zur GuV angelegt werden.

Bilanz nach

Mögliche Auswahlen sind Steuerrecht und Handelsrecht. Diese Information wird in der Datei gespeichert.

Baulohn-Mandant

Auswahl des Baulohn-Mandanten, aus dem weitere Information für die Dateierstellung geholt werden. Wenn nicht mit einem Baulohn-Mandant gearbeitet wird, ist dieses Feld irrelevant.

Register Weitere Angaben

Grund der Datenübermittlung

Zur Auswahl stehen Blank, Prüftermin, Systemwechsel, Neue Absenderbetriebsnummer.

Betriebsnummer Abrechnungsstelle

Die Betriebsnummer der Abrechnungsstelle muss angegeben werden, wenn sie abweichend von der Betriebsnummer des Arbeitgebers ist, zum Beispiel die des Steuerberaters. Der Assist Edit gibt eine Übersicht über die in der Datenbank vorhandenen Betriebsnummern laut Baulohn.

Max. Anzahl der Belege pro Datei

Wenn die Anzahl überschritten wird, dann wird eine neue Datei begonnen. Keine Eingabe bedeutet 10000 Belege.

Datenträger

Erzeugt den Datenträger, der im angegebenen Verzeichnis für Perfidia gespeichert wird oder übergibt den Datenträger an Meldecenter senden für das Xisi Meldecenter.

Auswerten

Summe

Anzeige der Soll- und Habensummen.

Anzahl Belege

Gesamtanzahl aller Belege.

Versand der Datei

Über ‘Meldecenter senden’ können die erzeugten Dateien mit dem Typ ‘Betriebsprüfung Fibu’ an das Meldecenter versendet werden.