FIBU elektronische Rechnungen Deutschland
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Elektronische Rechnungen: gesetzlicher Hintergrund
Die elektronische Rechnung ist im Geschäftsverkehr gesetzlich vorgeschrieben. Grundlage ist die europäische Norm EN 16931, die in Deutschland über die Standards XRechnung und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 umgesetzt wird.
Rechnungen an Bundesbehörden müssen bereits seit 2020 als XRechnung übermittelt werden. Für Rechnungen zwischen Unternehmen gilt seit dem 1. Januar 2025 die Pflicht, E-Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten. Eine E-Rechnung liegt dabei nur vor, wenn die Rechnung in einem strukturierten Format ausgestellt und übermittelt wird; ein einfaches PDF genügt nicht. Die Pflicht zur Ausstellung folgt gestaffelt: ab 1. Januar 2027 für Unternehmen mit einem Vorjahresumsatz über 800.000 Euro, ab 1. Januar 2028 für alle übrigen Unternehmen. Ausgenommen bleiben unter anderem Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro und Rechnungen an Privatpersonen.
Spezifikation XRechnung : xeinkauf.de
In Österreich besteht keine allgemeine Pflicht zur E-Rechnung zwischen Unternehmen. Vertragspartner des Bundes müssen ihre Rechnungen jedoch seit 2014 elektronisch über das Unternehmensserviceportal oder Peppol einbringen.
Im ersten Umsetzungsschritt ist die in Finance erzeugte XML-Datei extern an den Empfänger zu übermitteln. Dieses kann z.B. per E-Mail erfolgen. Rechnungsrelevante Anhänge können in die eRechnungsdatei eingebettet werden. Alternativ kann derzeit auch dieses Portal genutzt werden: E-Rechnung - Senden https://www.e-rechnung.bremen.de/senden-1459
Einrichtung
Einrichtungsverwaltung, Stammdaten
Elektronische Belegformate
Menüpfad: Einrichtungsverwaltung, Stammdaten
Elektronische Belegprofile und -formate anlegen
Die nachfolgend beschriebene Funktionalität wird derzeit nur für die in Deutschland gültige XRechnung unterstützt. Die Funktionalität für elektronische Verkaufsrechnungen an Österreich bleibt unverändert. Die elektronische Rechnung ist in Deutschland als XML-Datei in der Syntax UBL oder CII zu erstellen. Finance unterstützt beide Formate. Über den Menüpunkt ‘Belegsendeprofile‘ in Verwaltung/IT-Verwaltung/Allgemein sind zunächst die ‘Belegsendeprofile‘ mit den jeweiligen ‘Belegformaten‘ anzulegen. Dieses sollte über die Aktion ‘DE-Standard erstellen‘ vorgenommen werden. Damit ist gewährleistet, dass alle für die XRechnung möglichen Profile mit den dazu notwendigen Formaten angelegt werden. Die nachfolgenden Belegsendeprofile und dazugehörigen Formate sind anschließend vorhanden:
XRechnung UBL
XRechnung CII
PEPPOL BIS3
Die erzeugte Datei kann entweder heruntergeladen oder ab der Version 2026.1.1 auch direkt per Mail aus Nevaris Finance versendet werden.
Verkaufseinrichtung
Menüpfad: Verkauf, Einrichtung
In Register ‚RABU‘ ist das ‚Ablageverzeichnis eRechnung‘ mit dem Speicherpfad im UNC-Format zu füllen. Ein separates Verzeichnis für die einzelnen Mandanten ist hier empfehlenswert.
Stammdaten
Firmendaten
Menüpfad: Stammdaten, Einrichtung, Firmendaten
Folgende Angaben müssen für eine elektronische Rechnung vorhanden sein:
Name mit Anschrift und Ländercode
E-Mailadresse
Umsatzsteuer-ID
Steuernummer
Verkäufercode mit Telefonnummer und E-Mail.
Damit dieser vorgeschlagen wird, kann er als Adressat bei der Firmenadresse angelegt und hier zugeordnet werden:
Debitoren
Menüpfad: Verkauf, Stammdaten, Debitoren
In der Debitorenkarte gibt es für die Erzeugung der elektronischen Rechnung die Felder ‚Belegsendeprofil‘ und ‚LeitwegID‘.
Belegsendeprofil:
Damit für einen Debitor eine elektronische Rechnung erzeugt werden kann, ist in der Rubrik Verkauf ein Belegsendeprofil (Peppol BIS3, XRechnung CII oder XRechnung UBL) einzutragen. Dieses wird bei der Beleg- bzw. Dateierzeugung vorgeschlagen, kann aber überschrieben werden. Bei der Buchung der Rechnung bzw. Gutschrift an Debitoren mit einem hier hinterlegten Belegsendeprofil wird eine Validierung auf die für die eRechnung notwendigen Daten ausgeführt. Sind diese nicht vorhanden, wird die Rechnung bzw. Gutschrift nicht gebucht. Ohne hinterlegtes Belegsendeprofil erfolgt das Buchen ohne diese Validierung. Die Änderung einer gebuchten Rechnung bzw. Gutschrift ist nicht mehr möglich.
LeitwegID:
In diesem Feld erfolgt die Eingabe der für die Öffentlichen Auftraggeber festgelegten LeitwegID. Diese wird bei der Erfassung der Ausgangsrechnung vorgeschlagen. Zusätzlich können weitere LeitwegIDs über den Lookup zu dem Debitoren erfasst werden.
Zu der LeitwegID gibt es seitens der Kosit folgende Informationen (aus einem Dokument von der Kosit):
Einleitung: Im Sinne der EU-Richtlinie 2014/55/EU über die elektronische Rechnungsstellung bei öffentlichen Aufträgen ist eine elektronische Rechnung eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird, sodass ihre automatische und elektronische Verarbeitung ermöglicht wird. Eine elektronische Rechnung (eRechnung) muss folglich alle relevanten Daten in einem strukturierten Format bereitstellen. Das schließt das eindeutige Kriterium für die Adressierung und Weiterleitung der elektronischen Eingangsrechnung vom Rechnungssender über den zentralen Rechnungseingang des Bundes bis zum nachgelagerten Rechnungsfreigabeworkflow (ERP-System), die Leitweg-ID, mit ein. Zielsetzung der Leitweg-ID: Die Leitweg-ID soll die Adressierung und Weiterleitung der eingegangenen eRechnung zu den nachgelagerten Rechnungsfreigabesystemen der an einen zentralen Rechnungseingang angeschlossenen Verwaltungseinheiten ermöglichen. Des Weiteren sind folgende Angaben zum Erstellen einer elektronischen Rechnung notwendig:
Ansprechpartner
Umsatzsteuer-ID
E-Mailadresse
Ländercode und Währung sind ebenfalls Pflichtangaben.
Ist hier nichts angegeben, wird als Land das in den Firmendaten im Feld ‚Ländercode‘ angegebene Land und als Währung die in der Finanzbuchhaltung Einrichtung im Feld ‘Mandantenwährungscode‘ angegebene Währung angenommen.
Belegsendeprofil (ab Version 2025.2)
Künftig wird nicht mehr auf das Vorhandensein eines Belegsendeprofils geprüft, sondern auf die Einrichtung im Belegsendeprofil.
In den ‘Sendeoptionen’ im Feld ‘Datenträger' muss ‘Elektronischer Beleg’ gesetzt sein und im Feld ‘Format’ muss ‘Peppol’ oder ‘XRechnung’ angegeben sein.
Sofern die Angaben gesetzt sind, werden die Pflichtfelder, die für die elektronische Rechnung als Pflichtfeld definiert wurden, geprüft und die elektronische Rechnung erstellt.
Ab Version 2025.2 wird die Prüfung geändert, damit das Belegsendeprofil umfänglicher genutzt werden kann.
Zusatzinformationen E-Beleg
Den Debitoren kann hier der Code von angelegten ‘Zusatzinformationen E-Beleg’ zugewiesen werden. Sie können auch hier angelegt werden. Ab Version 2025.2
MWSt-Buchungsmatrix
Menüpfad: Stammdaten, Einrichtung, Buchungsmatrix, MWSt Buchungsmatrix Einrichtung
Die MWSt Buchungsmatrix ist um das Feld Kategorie (VATEX) ergänzt. Die Codes sind entsprechend der Vorgaben der ‘EN16931 code lists values‘ definiert. Über den VATEX werden die entsprechenden Steuerdefinitionen innerhalb der EU gekennzeichnet. Es können auch die Codes AA und AC gewählt werden. Inwieweit diese von der empfangenden Stelle unterstützt werden, ist mit dieser zu klären.
Ab Version 2025.1.1 wird nicht mehr das Feld ‘Kategorie (VATEX) unterstützt, sondern die neuen Felder ‘Steuerkategorie’ und ‘MwSt.-Klauselcode’. Dies bedeutet mehr Flexibilität bei der Handhabung von Änderungen in den Rechnungsstellungsvorgaben. Zudem können jetzt textliche Angaben zum Grund einer Steuerbefreiung als Textbaustein dem VAT exemption reason zugeordnet werden.
Steuerkategorie (ab Version 2025.1.1)
Die Steuerkategorie beschreibt die Art der Steuer, die auf eine Rechnungsposition angewendet wird. (z.B. Standardsteuersatz 'S').Die einzurichtenden Codes müssen in der Codeliste UNTDID 5305 enthalten sein. Folgendes Codes aus dieser Codeliste sind nach der 'Spezifikation Standard XRechnung, Version XRechnung 3.0.2 sind folgende Codes zu verwenden:
S (Standard rate)
Z (Zero rated goods)
E (Exempt from tax)
AE (VAT Reverse Charge)
K (VAT exempt for EEA intra-community supply of goods and services)
G (Free export item, tax not charged)
O (Services outside scope of tax)
L (Canary Islands general indirect tax)
M (Tax for production, services and importation in Ceuta and Melilla)
MWSt Klauselcode (ab Version 2025.1.1)
Der MwSt.-Klauselcode gibt in kodierter Form den Grund für eine Steuerbefreiung an. Hier muss der VAT exemption reason code (VATEX) angegeben. werden.
D.h. für Steuerkategorien, die auf eine Steuerbefreiung verweisen, ist ein MwSt.-Klauselcode anzugeben. Die Codeliste VATEX „VAT exemption reason code list“ wird von der Connecting Europe Facility gepflegt und herausgegeben.
Der Kategorie 'AE' ist der 'VAT-EU-AE' als MwSt.-Klauselcode zuzuordnen.
Neben diesen Strukturvorgaben ist zu beachten, dass das Umsatzsteuergesetz textliche Angaben zum Grund für die Steuerangaben verlangt. Diese sind jedem MwSt.-Klauselcode als Textbaustein zuzuordnen, z.B. 'Umkehr der Steuerschuldnerschaft' oder 'Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers gemäß § 13b UStG'.
Hinweis: Der nach §14 UStG 'VAT exemption reason text' 'Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers' wurde bisher per Programm bei Vorliegen des VAT exemption reason codes 'VAT-EU-AE' in die elektronische Rechnung übernommen. Das geschieht nicht mehr.
Einheiten
Menüpfad: Verkauf, Stammdaten, Einheiten
Hier sind in der Spalte ‘Mengeneinheit eRechnung‘ für die Mengeneinheiten, die nach der Vorgabe ‘EN16931 code lists values‘ definierten Einheiten einzutragen. Das sind zum Beispiel:
H87 Piece (Stück)
HUR Hour (Stunde)
KGM Kilogram (Kilogramm)
LS Lump sum (Pauschal)
LTR Litre (Liter)
MTR Metre (Meter)
Währungen
Menüpfad: Verkauf, Stammdaten, Währungen
Ist bei den entsprechenden Feldern innerhalb der Belegerfassung keine Währung angegeben, d.h. die Felder sind blank, wird als Währung die in der Finanzbuchhaltung Einrichtung im Feld ‘Mandantenwährungscode‘ angegebene Währung herangezogen. Die Währungen müssen nach ISO 4217 angelegt sein.
Ländercode
Wird bei den entsprechenden Feldern innerhalb der Belegerfassung keine Eingabe getätigt, d.h. die Felder sind blank, wird als Land der in den Firmendaten im Feld ‚Ländercode‘ angegebene Ländercode herangezogen. Die Ländercodes müssen nach ISO 3166-1 ALPHA-2 in der Ländercode Verwaltung im Feld ‚Untergliederung ISO 3166-2' eingegeben werden.
Einrichtungsverwaltung, Einrichtung, Zusatzinformationen E-Beleg
Belegerfassung
Die Funktionalität für die XRechnung wird nur für im Modul ‘Verkauf‘ erfasste Rechnungen, Stornos (Rechnungskorrekturen) und Gutschriften unterstützt. Dieses beinhaltet auch aus dem Verkaufsauftrag über die Aktion ‘Buchen‘ fakturierte Ausgangsrechnungen bzw. Gutschriften. Folgende Punkte sind bei der Belegerfassung/-erstellung zu beachten:
Rechnungen werden mit dem ‚InvoiceTypeCode 380‘, Gutschriften mit dem Code ‚381‘ und Stornos mit dem Code ‚384‘ erzeugt. Mengen und Beträge sind positiv. Berücksichtigung von Zahlungsbedingung/Fälligkeiten:
• Das eRechnungsformat verfügt momentan noch nicht über die Möglichkeit, Skontofälligkeiten zu verarbeiten. Daher wird dieses wie nachfolgend beschrieben als Text im ‘BT20‘ ausgegeben:#SKONTO#TAGE=‘Feld Skontotage‘#PROZENT=‘Skonto %‘#BASISBETRAG=Bruttobetrag
• Es kann nur das Skontoziel 1 berücksichtigt werden. Die Nettofälligkeit wird aus dem Fälligkeitsdatum herangezogen.
• Bitte beachten Sie, dass wenn im Beleg das Skontodatum geändert wird, die Skontotage nicht automatisch angepasst werden.
• Bei Rechnungen wird der Zahlungscode (30) für Überweisung inkl. Bankverbindung übergeben, bei Gutschriften wird keine Definition (1) ohne Bankverbindung übergeben.
• Angaben zum Lastschriftverfahren werden momentan nicht unterstützt.Im Rechnungskopf sind die Felder ‘LeitwegID‘, ‘Verkäufercode‘ und ‘Verkauf an Kontaktperson‘ anzugeben. Letztere müssen Namen, E-Mail und Telefonnummer beinhalten.Wird eine Ausgangsrechnung aus einem Auftrag heraus fakturiert, wird die LeitwegID aus der Debitorenkarte in die Rechnung übernommen.Derzeit können Artikel mit Legierungszuschlägen für elektronische Rechnungen noch nicht erfasst werden.
Lieferdatum
BT-72 ‘Actual delivery date’: Die XRechnung wird mit dem Lieferdatum erstellt.
Das Actual delivery date ist lt. der Spezifikation Standard XRechnung, Version XRechnung 3.0.2 das ‘Datum, an dem die Lieferung tatsächlich erfolgt bzw. die Dienstleistung tatsächlich erbracht wird’.
Lieferdatum (ab Version 2025.1.1)
BT-72 ‘Actual delivery date’: Die XRechnung wird mit dem Lieferdatum erstellt. Wenn dieses leer ist, wird das Leistungsdatum in die XRechnung übernommen.
Da das Lieferdatum automatisch im Verkaufskopf aus dem Belegdatum gefüllt wird, muss dieses zunächst gecleart werden, wenn ein abweichendes Leistungsdatum in die XRechnung übernommen werden soll. Es kann alternativ durch die ‘Zusatzinformationen E-Beleg’ übersteuert werden.
Leistungszeitraum (ab Version 2025.1.1)
BT-73 und BT-74. Sofern ein Leistungszeitraum angegeben wird, ist dieses im Format tt.mm.jjjj - tt.mm.jjjj anzugeben. Der Leistungszeitraum wird dann in die elektronische Rechnung (BT-73 und BT-74) übernommen.
Hinweis: Das Vorhandensein eines Leistungszeitraumes wird nicht geprüft. Wenn es leer ist, wird die XRechnung ohne Leistungszeitraum erstellt.
Erhaltene Anzahlungen
BT-113 Paid amount: Sofern Ausgangsrechnungen mit einem Anzahlungsvorgang erstellt werden, gilt:
Kumulation: Die über den Anzahlungsvorgang gebuchten Anzahlungen werden in der eRechnung als ‚Bereits gezahlt‘ aufgeführt und vom ‚ausstehenden Zahlbetrag‘ abgezogen
Leistungszuwachs und bei Kum. Erfassung, Leistg. Buchung = Nein (kein Haken): Es werden keine Abschlagszahlungen ausgegeben.
Leistungszuwachs und bei Kum. Erfassung, Leistg. Buchung = Ja (gesetzter Haken): Die über den Anzahlungsvorgang gebuchten Abschlagszahlungen werden in der eRechnung als ‘Bereits gezahlt‘ aufgeführt und vom ‘ausstehenden Zahlbetrag‘ abgezogen. Dieses ist an die Funktionalität der Page 5143988 mit der Option ‘Abschlagszahlungen anzeigen‘ angelehnt. Die bereits getätigten Abschlagszahlungen werden als ‘bereits bezahlt‘ in die XML-Datei übergeben und der Wert ‘Ausstehender Zahlbetrag‘ entsprechend ermittelt und übergeben. Der ‘Ausstehende Zahlbetrag‘ kann hierbei nur korrekt ermittelt werden, wenn im RABU kumuliert erstellt wird und über die Aktion ‚Korrekturzeile erstellen‘ die vorhergehenden Anforderungen rausgerechnet werden.
Erhaltene Anzahlungen (ab Version 2025.1.1)
Ab Version 2025.1.1 wird die Implementierungsempfehlung des BVBS (Bundesverband Software und Digitalisierung im Bauwesen) für die Zahlungsaufstellung in der eRechnung unterstützt.
Sofern in der Rechnung bereits gezahlte Beträge ausgewiesen werden sollen, sind diese über ‘Vorbereiten, Druckdefinitionen Anzahlungen' zu definieren. In der Page ‘Druckdef. Anzahlungen’ gibt es die Aktion ‘Zahlungsaufstellung erstellen' mit dieser Aktion wird die ‘Zahlungsaufstellung’ als Anhang in die ungebuchte Ausgangsrechnung erstellt. Der Anhang kann in der Ausgangsrechnung in der Infobox eingesehen (und ggf. natürlich auch gelöscht) werden.
Die Zahlungsaufstellung wird dann als Anhang in die XRechnung übernommen.
Verkaufsrechnungen mit Anzahlungsvorgang
Ausgangsrechnungen, denen ein Anzahlungsvorgang zugeordnet ist und die in ‘Belegart Anz. Vorgang‘ als Anforderungen gekennzeichnet sind, werden mit dem Rechnungscode ‘875‘ für Abschlagsrechnungen erzeugt. Ausgangsrechnungen, denen ein Anzahlungsvorgang zugeordnet ist und die in ‘Belegart Anz. Vorgang‘ als Schlussrechnung gekennzeichnet sind, werden mit dem Rechnungscode ‘877‘ für Schlussrechnungen erzeugt. Ausgangsrechnungen, denen ein Anzahlungsvorgang zugeordnet ist und die in 'Belegart Anz. Vorgang' als Teilschlussrechnung gekennzeichnet sind, werden mit dem Rechnungscode '876' für 'Teilschlussrechnungen erzeugt. Verkaufsrechnungen mit einem Bezug auf einen Anzahlungsvorgang werden wie folgt verarbeitet:
Debitorischer Anzahlungsvorgang mit Betragseingabe
Kumulation: Die über den Anzahlungsvorgang gebuchten Anzahlungen werden in der eRechnung als ‚Bereits gezahlt‘ aufgeführt und vom ‚ausstehenden Zahlbetrag‘ abgezogen.
Leistungszuwachs und bei Kum. Erfassung, Leistg. Buchung = Nein (kein Haken): Es werden keine Abschlagszahlungen ausgegeben.
Leistungszuwachs und bei Kum. Erfassung, Leistg. Buchung = Ja (gesetzter Haken): Die über den Anzahlungsvorgang gebuchten Abschlagszahlungen werden in der eRechnung als ‘Bereits gezahlt‘ aufgeführt und vom ‘ausstehenden Zahlbetrag‘ abgezogen. Dieses ist an die Funktionalität der Page 5143988 mit der Option ‘Abschlagszahlungen anzeigen‘ angelehnt. Die bereits getätigten Abschlagszahlungen werden als ‘bereits bezahlt‘ in die XML-Datei übergeben und der Wert ‘Ausstehender Zahlbetrag‘ entsprechend ermittelt und übergeben. Der ‘Ausstehende Zahlbetrag‘ kann hierbei nur korrekt ermittelt werden, wenn im RABU kumuliert erstellt wird und über die Aktion ‚Korrekturzeile erstellen‘ die vorhergehenden Anforderungen rausgerechnet werden.
Einbetten von Anhängen
Das Schema der XRechnung bietet die Möglichkeit, rechnungsrelevante Anhänge in die XML-Datei einzubetten. Finance unterstützt hierbei die folgende Typen:
• applikation/pdf
• image/png
• image/jpg oder jpeg
• text/csv
Es werden alle Dokumente bzw. Dateien der o.g. aufgeführten Typen, die über 'Anhänge', 'Angehängte Belege' an Verkaufsrechnungen angehängt sind, bei der Erzeugung der XRechnung in die XML-Datei eingebettet.
Werden Rechnungen aus Aufträgen erstellt, dann werden bereits im Auftrag angehängte Dokumente in die Rechnung übernommen und damit in die XRechnung eingebettet. Ggf. sind die betreffenden Anhänge aus der Rechnung zu löschen.
Erfassung des Belegs
Eine elektronische Rechnung bzw. Gutschrift wird wie gewohnt in den entsprechenden Menüpunkten der Verkaufsbelege erfasst und gebucht. Sofern in der Debitorenkarte ein Sendeprofil eingetragen ist, wird softwareseitig vor Ausführung des Buchens die Validierung für die eRechnung aufgerufen. Werden hier keine Fehler festgestellt, wird die Rechnung gebucht und die XML-Datei erzeugt. Ist die Validierung nicht erfolgreich, wird ein Hinweis eingeblendet. Nach Klick auf Ok wird ein Fenster mit den gefundenen Fehlern und Warnungen eingeblendet. Über die Aktion ‘Offener verknüpfter Datensatz‘, wird in den Beleg bzw. den betreffenden Menüpunkt zurückverzweigt. Werden ausschließlich Warnungen gefunden, wird das o.g. Fenster nicht eingeblendet.
Das Fenster ‘Ansicht – Fehlermeldungen‘ ist nach erfolgter Korrektur der jeweiligen Daten zu schließen, ansonsten bleibt dieses als Task im Hintergrund bestehen.
Wenn alle Angaben für eine eRechnung korrekt sind, kann die Rechnung gebucht werden. Im Anschluss wird die XML-Datei automatisch mit der Frage, ob der Datenpfad (und die Datei) geöffnet werden soll, erzeugt.
Erfassung von Stornobelegen
Zur Erstellung von Stornobelegen (Rechnungskorrekturen) ist die nachfolgende Vorgehensweise notwendig:
• Schritt 1: Neue Verkaufsrechnung anlegen
• Schritt 2: Feld 'Storno' anhaken
• Schritt 3: Beleg kopieren und hier die zu stornierende Rechnung angeben. Die Rechnungsnummer und das Rechnungsdatum werden als Referenzangaben in die XML-Datei übergeben
Hinweis: Wurde in der zu stornierenden Rechnung Skonto gewährt, dann wird die Frage gestellt, ob die Skontobedingungen aus der Rechnung in den Stornobeleg der XRechnung übertragen werden soll. Diese Erweiterung betrifft nur die Erstellung der XRechnung. Die bestehende Funktionalität der Belegverarbeitung bleibt unverändert bestehen.
Elektronische Belegdateien aus gebuchten Belegen
Über
Buchhaltung\Posten\Gebuchte Rechnungen bzw. Gebuchte Gutschriften\Berichten\Senden als Beleg
Verkauf\Posten\Gebuchte Rechnungen bzw. Gebuchte Gutschriften\Berichten\Senden als Beleg
kann die Elektronische Rechnung (erneut) erstellt werden. Dies gilt nur, sofern bei Erstellung der Ausgangsrechnung sämtliche notwendigen Informationen mitgegeben wurden.
Senden als Beleg
Datenträger
Mögliche Optionen sind: Nein, PDF, Elektronsicher Beleg, PDF und Elektronischer Beleg
Format
Die Elektronische Rechnung kann in den Formaten Peppol oder XRechnung erstellt werden. Vorgeschlagen wird das Format des Debitoren.
Bei den Belegpositionen wird bei der elektronischen Rechnung unter Informationen zum Rechnungsposten folgendes aufgeführt: Beschreibung = Zeilennummer_zugehörige Zeilennummer (falls nicht vorhanden = 0) Kennung des Verkäufers: Angabe aus dem Feld ‘Nummer (Nr.)‘ der jeweiligen Rechnungsposition. Kennung des Käufers: ‘Debitoren-Artikelnr. ‘Bei Bedarf wird die XML-Datei durch erneuten Aufruf von ‘Senden‘ nochmals erzeugt. Bei Klick auf ‘Ja‘ wird die XML-Datei geöffnet. Der Dateiname der XML-Datei ist folgendermaßen aufgebaut:_Mandantenkurzbez_RG-Nr_JJJJMMTTTimestamp_Format
Für gebuchte Rechnungen ist es möglich, in der Ansicht ‚Gebuchte Rechnungen‘ über ‚Bericht‘ die die XML-Datei erneut zu erzeugen. Hier kann eine eRechnung auch nachträglich erstellt werden, wenn kein ‘Belegsendeprofil‘ angegeben ist. Dazu wird ‘Senden‘ und in dem Feld Datenträger ‘Elektronischer Beleg‘ eingegeben. Die für die elektronische Rechnung notwendigen Angaben werden auch hierbei geprüft. Zu beachten ist, dass das Ändern von gebuchten Rechnungen nicht mehr möglich ist, d.h. wird die eRechnung wie zuvor beschrieben erzeugt oder das ‘Belegsendeprofil‘ erst nach dem Buchen bei dem Debitor hinterlegt, können ggf. notwendige Pflichtangaben nicht mehr nachgetragen werden.
Für ungebuchte Rechnung wird in Bericht die Aktion ‚Senden‘ nicht angeboten.
Mapping
BT-1 Fortlaufende eindeutige Rechnungsnummer
Die Rechnungsnummer entspricht in der Regel dem Feld ‘Nummer’. Sofern gefüllt, wird die Buchungsnummer in die E-Rechnung übernommen.
BT-2 Rechnungsdatum
Das Rechnungsdatum wird mit dem Belegdatum erstellt.
BT-3 Rechnungstyp
380: Eine Verkaufsrechnung ohne Anzahlungsvorgang erhält den Rechnungstyp 380.
381: Eine Verkaufsgutschrift ohne Anzahlungsvorgang erhält den Rechnungstyp 381.
875: Eine Abschlagsrechnung, also eine Verkaufsrechnung mit Anzahlungsvorgang und Belegart ‘AnzVorgang’ = Anforderung erhält den Rechnungstyp 875.
877: Eine Schlussrechnung, also eine Verkaufsrechnung mit Anzahlungsvorgang und Belegart ‘AnzVorgang’ = Schlussrechnung erhält den Rechnungstyp 877.
876: Eine Teilschlussrechnung, also eine Verkaufsrechnung mit Anzahlungsvorgang und Belegart ‘AnzVorgang’ = Teilschlussrechnung erhält den Rechnungstyp 876.
384: Stornorechnungen bzw. Korrekturrechnungen werden mit dem Rechnungstyp 384 erstellt. Hierzu ist eine besondere Vorgehensweise notwendig. Siehe ‘Erfassung von Stornobelegen’ in diesem Kapitel
Die Rechnungstypen Teilrechnung 326 und 389 Gutschrift (Rechnung im Gutschriftsverfahren werden zur Zeit noch nicht unterstützt). Das ist zu verwenden, wenn eine ursprüngliche Rechnung berichtigt wird. Also Mengen-/Preisfehler berichtigt werden.
BT-27, BT-35, BT-37, BT-38, BT-40 Adressinformationen zum Verkäufer
Es werden die Informationen aus den Firmendaten genommen. Sofern eine Kostenstelle mit Niederlassung und diese Niederlassung eine Adresse hat, werden die Informationen aus der Adresse der Niederlassung gezogen.
Im BT-27 wird dabei Name (Text100) und Adresse (Text100) übernommen.
BT-33 Weitere rechtliche Informationen, die für den Verkäufer maßgeblich sind.
BT-33 gehört zur Gruppe ‘Verkäufer’ und ist ein Textelement. Hier kann z.B. der Hinweis auf die Kleinunternehmerregel hinterlegt werden. ‘Kein Ausweis von Umsatzsteuer, da Kleinunternehmer nach § 19 UStG.
BT-33 kann über die Zusatzinformationen E-Beleg der E-Rechnung mitgegeben werden.
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